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Nordex – Und jetzt?
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Nordex – Und jetzt?

Was macht eigentlich Nordex? Nix, so wie es aussieht, denn seit unserer bislang letzten Analyse vom 14. August – damals drückte die Halbjahresbilanz die Kurse unter die 9-Euro-Marke bis an die wichtige Haltestelle bei 8,50 Euro – konnte sich die Aktie zwar leicht erholen (und die 9er-Hürde zwischenzeitlich zurückerobern), von einem Befreiungsschlag oder mehr sind wir allerdings weit entfernt. Und das, obwohl doch gerade der Großauftrag von Vattenfall über die Erweiterung des niederländischen Windparks „Wieringermeer“ eingegangen ist. Ja, und jetzt?

Heißt es wieder einmal „abwarten und Tee trinken“, denn solange es den Papieren nicht gelingt, den Bremsbereich bei 9,50 (inklusive 200-Tage-Linie!) sowie das September-Top bei 9,60 Euro nachhaltig (immer wieder lustig, diesen Begriff im Zusammenhang mit einem Windkraftanlagenbauer zu verwenden) zu überbieten, bleibt das Tor zu weiteren Kursgewinnen fest verschlossen. Erst oberhalb von 10 Euro würde sich das Bild zunehmend aufhellen, nach einem Sprung über das Juli-Top bei 10,68 Euro kämen erste frische Long-Impulse in den Markt. Die dann einen Anstieg bis 11/11,10 Euro bzw. ans Juni-Top bei 11,45 Euro und/oder das amtierende 2018er-Hoch bei 11,70 Euro möglich machen könnten.

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Das war das optimistische Szenario für die Bullen, jetzt kommt die Gegenseite. Geht der Schuss nämlich nach hinten bzw. unten los und brechen die Notierungen erneut bei 9 Euro in Richtung 8,50er-Marke durch, wäre das ein klares bearishes Signal. Sollte die massive Haltezone um 8,50 Euro dem Verkaufsdruck diesmal nicht mehr standhalten, wäre ein Test der 8-Euro-Schwelle bzw. eine Ausweitung der Korrektur bis in den Bereich um 7 Euro (Achtung, 2018er-Tief bei 6,86 Euro!) nicht auszuschließen.

Seasonal Chart Nordex
Seasonal Chart Nordex

Da hilft vielleicht ein kurzer Blick auf den Seasonal Chart, denn da zeigt sich, dass Nordex definitiv NICHT zu den Kandidaten für eine typische Jahresendrallye zählt, ganz im Gegenteil: Zwischen dem 29. August und dem 16. November notiert die Aktie aus statistischer Sicht im stärksten Short-Trend des Jahres, in dem ein durchschnittlicher Verlust von 11,1% aufläuft. Damit haben die Bären einen leichten Platzvorteil, weshalb wir deren Setups auch an erster Stelle nennen:

Wer sich bei Nordex jetzt auf der Short-Seite positionieren möchte, könnte dies beispielsweise mit dem Open End Turbo Bear WKN: CQ6FR7 der Citi umsetzen; der Schein läuft endlos und ist aktuell mit einem Hebel von 3,5 ausgestattet, die Knock-Out-Barriere entspricht dem Basispreis und liegt heute bei 11,4728 Euro. Wer es vorzieht, gegen den Trend zu spekulieren und auf steigende Kurse setzen möchte, für den wäre der Open End Turbo Bull WKN: CQ1G03 eine Alternative; dieser Schein läuft ebenfalls endlos, ist mit 3,49 ähnlich moderat gehebelt und die Knock-Out-Barriere (die auch hier mit dem Basispreis identisch ist) liegt aktuell bei 6,5647 Euro.

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