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Energie in der Krise
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Energie in der Krise

Willkommen in der Krise! In der Energiekrise, um genau zu sein, denn diese war – beziehungsweise ist – in dieser Woche so etwas wie der Market Mover derselben. Wohin der suchende Blick auch geht, überall lauert die bereits Erwähnte, der beispielsweise das Portal tagesschau.de eine ganze Themenseite widmet. Die neu installierte Premierministerin Liz Truss musste in ihrer ersten Befragung im Parlament ebenfalls zum Thema Stellung beziehen, ebenso wie der deutsche Bundeskanzler, der in den zurückliegenden Tagen gleichfalls parlamentarisch gefragt war und der vor allem Antworten zum dritten Entlastungspaket der Ampel-Koalition liefern sollte beziehungsweise musste. Die EU-Kommission mit Präsidentin von der Leyen an der Spitze holte dagegen gleich zum ganz großen Wurf aus und forderte einen Preisdeckel für russisches Gas. Der Hintergrund:

Blackout voraus?

Russland hat den Gashahn endgültig zugedreht und die Lieferung von Erdgas durch die Pipeline Nord Stream 1 bis auf Weiteres (bevorzugt bis zum Ende der gegen Russland verhängten Sanktionen) eingestellt. Das schürt neue Ängste, insbesondere vor dem kommenden Winter, wahlweise aber auch vor tiefgreifenden Auswirkungen für Wirtschaft und/oder Gesellschaft. Das Ende unseres Wohlstands sei in Gefahr, raunen die einen, der Blackout kommt, warnen die anderen. Aktuell kamen aber erst einmal die Energiepreise in Bewegung. Während beispielsweise der Preis für Erdgas am Montag vorübergehend durch die Decke ging und anschließend wieder deutlich nachgab, fielen die Ölpreise in dieser Woche – trotz einer angekündigten Fördermengenreduzierung durch das Erdölkartell OPEC+ – auf den tiefsten Stand seit Januar. Deutlich robuster zeigten sich dagegen die Aktienmärkte:

Neues Monatshoch?

Für den deutschen Leitindex ging es nämlich unter dem Strich seit dem bisherigen September-Tief, das in der Vorwoche bei 12.604 Punkten markiert wurde, stetig aufwärts. Selbst die historische Leitzinserhöhung der EZB um 75 Basispunkte am gestrigen Donnerstag beeinträchtigte die Notierungen nur kurzzeitig. Stattdessen marschieren die Blue Chips auf direktem Weg in Richtung neues Monatshoch – die bisherige Bestmarke wurde am 2. September bei 13.052 aufgestellt und könnte noch im Laufe der heutigen Sitzung überboten werden. Gelingt danach auch der Sprung über die Eindämmungslinie bei 13.085, wäre der Weg an die Volumenspitze bei 13.200/13.230 wieder frei. Auf der Unterseite steht dagegen die Haltezone rund um 12.800 im Fokus; sollte der DAX unterhalb dieses Levels aus dem Handel gehen, müsste mit einem Test der Unterstützung bei 12.604/12.600 gerechnet werden, bevor das bisherige Jahrestief bei 12.391 mit dem Volumenmaximum seit Ende der Finanzkrise 2009 an der 12.400er-Marke in den Fokus rücken würde. Eine detaillierte DAX-Analyse – und noch viel mehr – haben die geschätzten Kollegen am kommenden Mittwoch ab 19.00 Uhr im SG Active Trading mit dabei – wer Zeit und Lust hat, kann sich hier für die Veranstaltung anmelden.

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