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In der Falle

Erwischt! Nachdem ich feststellen musste, dass etwas/jemand ein Loch von der Größe eines 5-Mark-Stücks (na, wer erinnert sich noch daran?) in den Vogelfutter-Sack gefressen hat, habe ich mich mittels einer extra dafür angeschafften (Lebend-)Falle auf die Lauer gelegt und siehe da: gleich am ersten Abend ging mir – sehr zur Freude meiner Nachkommenschaft – eine putzige Maus in die besagte Falle. Selbstverständlich wurde der kleine Nager unter großem Tamtam unverzüglich (und in ausreichender Entfernung zu unserem Grundstück) in die Freiheit entlassen. So weit ist es mit der EZB allerdings noch lange nicht. Die sitzt zwar auch in der Falle, ein Ausweg scheint aber derzeit nahezu ausweglos. Denn „dank“ der expansiven Geldpolitik, mit der die Zentralbank seit fast eineinhalb Jahrzehnten die Märkte stützt, bleibt der Werkzeugkasten der Währungshüter beim aktuellen „Inflationsproblem“ so gut wie leer. Denn die von manchen geforderte Leitzinserhöhung – in „normalen“ Zeiten ein gängiges Mittel, um davongaloppierende Preise (sofern es sich um anhaltende und nicht etwa vorübergehende Inflationseffekte handelt) wieder einzufangen, ist angesichts der Haushaltsverschuldungen einiger EU-Mitgliedstaaten gerade weniger bis gar nicht populär. Und nu?

Das Prinzip Hoffnung

Bleibt die Lage zunächst so lange unter Kontrolle, wie sich keine Lohn-Preis-Spirale entwickelt. Die ist gefürchtet, da ihr Erscheinen die Preissteigerungen noch einmal befeuern würde. Das gilt auch für eine mögliche Verschärfung am ohnehin angespannten Rohstoffmarkt. Noch kann hier von einem temporären Inflationseffekt gesprochen und die Schuld dafür politisch der Corona-Pandemie in die Schuhe geschoben werden. Doch die Zeit läuft: Je schneller sich die Lieferketten und damit ein Stück weit auch der globale Handel normalisieren, desto eher dürften die Preise wieder fallen. Nur ist von einer Normalisierung bislang kaum etwas zu sehen, weshalb es wohl vor allem das Prinzip Hoffnung ist, das die EZB-Führung am mittelfristigen Inflationsziel und einer Stabilisierung am Zielwert von rund zwei Prozent festhalten lässt. Festhalten ist jetzt unser Stichwort für die Überleitung zu den Märkten. Denn auch der DAX, um direkt zum heimischen Leitindex zu kommen, klammert sich in dieser Woche fest:

Stresstest 16.000-Punkte-Marke

16.000 Punkte, an dieser Marke beißen sich die deutschen Top 40 derzeit die Zähne aus. Mal ein wenig drüber, mal etwas darunter, pendelte der Index in dieser Woche überwiegend seitwärts. Dabei kam vor allem am Montag Verkaufsdruck auf, als die Notierungen das Pullback aus der Vorwoche fortsetzten und bis auf das – bisherige – 2022er-Tief bei 15.724 absackten. Dabei waren es einmal mehr, siehe oben, Inflationssorgen, die auf den Kursen lasteten. Paradoxerweise sorgten die jüngsten Verbraucherpreise aus den USA (+7% im Dezember 2021, im Vergleich zum Vorjahresmonat, höchster Stand seit 1982) dann schon fast für eine Marktberuhigung, schließlich war dieser Anstieg zuvor von den Experten erwartet worden. Diese vermeintliche Stabilisierung ist jedoch, gerade im Hinblick auf die am heutigen Freitag beginnende Berichtsaison, mit dem ein oder anderen Fragezeichen zu versehen. Was das heißt, ließ sich am gestrigen Donnerstag im Nasdaq100 beobachten, der mal eben um 2,6% einbrach. Für den DAX jedenfalls behalten die bekannten Chartmarken zunächst ihre Gültigkeit; auf der Oberseite müsste, nach dem erfolgreichen Re-Break bei 16.000 Punkten, das bisherige Rekordhoch bei 16.290 überboten werden, um neue Long-Impulse freizusetzen. Nach unten gilt es dagegen, die Unterstützungszone rund um 15.800 und den GD100 (15.678) sowie den GD200 (15.596) zu verteidigen. Mehr dazu gibt es am kommenden Mittwoch (19. Januar), wenn die geschätzten Kollegen ab 19.00 Uhr wieder beim SG Active Trading Webinar zu Gast sind!

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