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Locker war gestern

Jetzt mal ganz ernsthaft – wann haben Sie zum ersten Mal über Ihren CO2-Fußabdruck (und vielleicht sogar über dessen Minimierung) nachgedacht? Für manche scheint das Thema immer noch recht neu zu sein, wie sich gerade auf dem sogenannten Klimagipfel in Glasgow zeigt. Dass die unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen stattfindende Veranstaltung – immerhin die 26. ihrer Art – pandemiebedingt um ein Jahr verschoben werden musste, macht die Sache dabei nicht besser. Ganz im Gegenteil; Klimaschützer klagen, dass es bislang noch nicht so recht vorangehen mag, der unbedingte Wille zur Veränderung fehle. Wenigstens die Abholzung der Wälder könnte in Zukunft gestoppt werden: über 100 teilnehmende Nationen einigten sich verpflichtend auf das Ende des Raubbaus bis zum Jahr 2030. Das ist jedoch erst in gut acht Jahren, und wenn man weiß, dass in einer Minute eine Fläche von rund 27 Fußballfeldern gerodet wird, beschleicht einen die leise Furcht, der gewählte Zeitpunkt könnte vielleicht zu spät sein. Jerome Powell, seines Zeichens Vorsitzender der US-Notenbank, hatte dagegen ein etwas glücklicheres Händchen, was das Timing angeht:

Perfektes Timing

Quasi auf den letzten Drücker machte der Fed-Chef am Mittwoch Nägel mit Köpfen und läutete das Ende der ultralockeren Geldpolitik ein. Mit dem Tapering, dem sachten Zurückfahren der milliardenschweren Anleihekäufe, geht die Notenbank den ersten Schritt in Richtung einer „Normalisierung“. Dabei sollen die Anleihekäufe – die derzeit ein aberwitziges Volumen von 120 Milliarden US-Dollar pro Monat umfassen – ab sofort um 15 Milliarden monatlich reduziert und bis Mitte nächsten Jahres beendet werden. Damit versucht die Fed auch, den Kritikern entgegen zu treten, die schon seit geraumer Zeit eine Erhöhung des Leitzinses fordern – nicht zuletzt, um der immer weiter steigenden Inflation zu begegnen. Die Teuerungsrate lag im September bei 5,4% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und somit deutlich über der ausgegebenen Zielmarke der Währungshüter. Jene beteuern zwar, der Anstieg sei weiterhin nur temporär, doch mit jedem Monat, in dem die Verbraucherpreise weiter anziehen, verliert dieses Argument an Gewicht. So, und wer nun glaubt, all das habe den Aktienmärkten in dieser Woche die Laune verhagelt, der/die irrt:

Ganz oben

Und zwar gewaltig, denn sowohl an der Wall Street als auch hierzulande purzelten die Rekorde. Der DAX kletterte am Donnerstag auf 16.065 Punkte und markierte damit ein neues Allzeithoch – immerhin Nummer 30 im laufenden Börsenjahr. Das heißt mit anderen Worten – die Dynamik, deren Fehlen wir in der vergangenen Woche an dieser Stelle noch beklagt hatten, ist endlich in den Kursen angekommen. Hält der neue Auftrieb jetzt an, könnte der deutsche Leitindex spielend bis in Regionen um 16.400/16.500 vordringen, zumindest im ersten Schritt. Interpretiert man den Kursverlauf seit Ende August als V-Formation, ließe sich daraus sogar Potenzial bis 17.200 Zähler ableiten. Whaaat? Nun – aus charttechnischer Sicht ist dem tatsächlich, mit Blick auf die saisonale Stärke, Stichwort Jahresendrallye, nichts hinzuzufügen. Außer vielleicht der Hinweis, dass diese Rechnung nicht ohne (trendbestätigende) Rücksetzer gemacht werden sollte. Dabei sind die ersten Haltezonen nun naturgemäß wieder eine Etage höher zu finden; sollte dem DAX die Puste (vorübergehend) ausgehen, wartet die breite Schiebezone zwischen 15.800 und 15.500, bevor der GD200 bei derzeit 15.212 die nächste wichtige Unterstützung bildet.

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