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Im Höhenrausch
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Im Höhenrausch

Es ist so eine Sache, mit der Höhe. Wer wie ich als sogenannter „Flachlandtiroler*in“ durchs Leben geht, für den/die fangen die Probleme am Berg (oder im Hochland, beispielsweise in den Anden) ungefähr ab 4.000 Höhenmetern an. Nicht akklimatisierte Personen können hier schon höhenkrank werden. Dabei erleidet der Körper einen permanenten Sauerstoffmangel, der unter anderem über eine schnellere Herzschlagfrequenz ausgeglichen werden muss. Mit jedem weiteren Höhen-Meter steigt die Belastung für den Körper, während im Gegenzug die Überlebenschancen sinken. Ab etwa 7.500 Metern schließlich ist die „Todeszone“ erreicht, in der ein dauerhafter Aufenthalt ohne zusätzliche Sauerstoffversorgung schlichtweg unmöglich ist. Ein Symptom der bereits erwähnten Höhenkrankheit ist dabei der – durch den Sauerstoffmangel im Körper verursachte – Höhenrausch:

Euphorie

Der wird gemeinhin als rauschähnlicher, euphorischer Zustand beschrieben, gilt im umgangssprachlichen Gebrauch aber auch als Synonym für abgehobene Überheblichkeit. Womit wir direkt an den Märkten gelandet wären, denn da zeigen sich ebenfalls Merkmale eines gewissen Höhenrausches. Für den DAX ging es nämlich auf neue Gipfel – sowohl am Mittwoch als auch am darauffolgenden Donnerstag erklommen die Kurse neue Rekordmarken. Und heute geht die Rallye direkt weiter - das bislang jüngste Allzeithoch von heute Vormittag ist (Redaktionsschluss um 11.00 Uhr) bei 16.024 zu finden und liegt damit bereits oberhalb der runden 16.000er-Marke. Das ist insofern spannend, als sich nun (= heute Abend) zeigen muss, ob denn der Break per Schlusskurs an der runden Tausendermarke (Endlich? Auf Anhieb?) gelingt. Oder ob es, gerade mit Blick auf den Kursverlauf der vergangenen Wochen zu den – zuletzt beinahe unvermeidlichen – Gewinnmitnahmen kommt und der Index noch einmal neuen Anlauf nehmen muss. Was uns unweigerlich zur Unterseite bringt:

Potenzial

Da sind gleich eine Reihe von Unterstützungen, die als Halte- oder gar Wendepunkte im Falle eines Rücksetzers infrage kommen. Neben der 50- und der 100-Tage-Linie sind das vor allem der Bereich um 15.500/15.400 (der GD100 verläuft übrigens genau da, bei aktuell 15.422 Punkten) sowie die runde 15.000er-Schwelle. Sollte die tatsächlich noch einmal unterboten werden – wenig wahrscheinlich angesichts der neuen Bestmarken und der vorausgegangenen Dynamik nach oben – würde direkt die 200-Tage-Linie an der 14.500er-Unterstützung in den Fokus rücken. So oder so hat der DAX – angefeuert übrigens auch von einer bullenstarken Wall Street, wo es für Dow Jones & Co ebenfalls auf neue Rekordstände ging – jetzt jede Menge Kurspotenzial, für beide Seiten. Und wer noch auf den Link zur Aufzeichnung des SG Active Trading Webinars mit meinen Kollegen vom Mittwoch wartet – den gibt es hier!

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