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Der Höhepunkt der Saison
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Der Höhepunkt der Saison

Für die meisten Sportler gibt es ihn, diesen einen Höhepunkt der Saison, auf den mit aller Hingabe hintrainiert wird. In diesem Jahr dürften das für viele (Sportler) die Olympischen Spiele in Tokio sein; die hätten zwar eigentlich bereits im Sommer 2020 stattfinden sollen, wurden aber, wie sich herumgesprochen haben dürfte, pandemiebedingt auf diesen August verschoben. Das mag nicht allen gefallen, für dieses Editorial ist es jedoch ein Geschenk. Thematisch, versteht sich. Denn damit gelingt mir jetzt eine einigermaßen gelungene Überleitung hin zu den Märkten, schließlich haben die Kurse mit dem achten Kalenderblatt ebenfalls den Höhepunkt ihrer Saison erreicht. Wie bitte?! Nun ja, wer die SG Active Trading Webinare mit meinen sehr geschätzten Kollegen (die nächste Ausgabe findet übrigens am kommenden Mittwoch um 19.00 Uhr statt, wer dabei sein möchte, ist hiermit herzlich eingeladen und hier geht es zur Anmeldung) zuletzt verfolgt hat, der/die weiß, dass die Sache aus saisonaler Sicht jetzt einigermaßen eindeutig ist:

Wow, Dow!

Im Seasonal Chart des Dow Jones- der sich aufgrund seiner über 120-jährigen Kurshistorie für derartige Auswertungen natürlich anbietet – fällt der Höhepunkt in einem Nachwahljahr auf den Spätsommer, bevor es in den letzten Monaten des Jahres dann deutlich nach unten geht. Und bis dato hält sich der US-Leitindex geradezu mustergültig an diesen Fahrplan. Dabei hat das dienstälteste Börsenbarometer der Welt allein in der laufenden Saison (= seit Jahresbeginn) unglaubliche 37 neue Allzeithochs erzielt. Der breiter gefasste S&P 500 kommt sogar auf 53 neue Höchststände, alle Zahlen übrigens auf Intraday-Basis. Die Techwerte aus dem Nasdaq 100, denen wir in der vergangenen Ausgabe noch ein gewisses Comeback-Potenzial einräumten, verzeichnen dagegen „nur“ 31 neue Bestmarken, was vor allem dem verhältnismäßig „schwachen“ ersten Halbjahr geschuldet ist. Und wie schneiden die deutschen Indizes im direkten Vergleich so ab?

Hoppla!

Gar nicht mal so schlecht, zumindest was den MDAX angeht. Schließlich kann der Mid Cap-Index für 2021 bislang stolze 37 Alltime-Highs vermelden und liegt damit auf Augenhöhe mit dem Dow Jones Industrial Average. Einen ähnlichen Wert erreicht aus dem DAX nur die Aktie der Deutschen Post, die 38 neue Höchstnotierungen seit Jahresanfang verzeichnet. Der deutsche Leitindex selbst hingegen performt in Sachen Allzeithoch in diesem Jahr ein gutes Stück schwächer; unter dem Strich stehen lediglich 26 neue Bestmarken zu Buche. Wobei wir hier vom Performanceindex reden, in der Kursindex-Variante (und damit direkt vergleichbar mit Dow Jones & Co) kommen die heimischen Large Caps gerade einmal auf 8 (!) neue Rekordhochs. Hoppla! Nur eine vorübergehende deutsche Schwäche? Reiner Zufall? Oder geht der meistgehassten Rallye aller Zeiten am Ende doch noch die Luft aus? Aus statistischer Sicht könnte eine Korrektur jedenfalls, in welcher Größenordnung auch immer, in den kommenden Wochen wahrscheinlicher werden!

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