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Die K-Frage
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Die K-Frage

Landauf, landab bewegt die Menschen derzeit offensichtlich vor allem eine Frage: wer kann Kanzler? Oder wenigstens Kandidat? In der Summe Kanzlerkandidat, um die K-Frage auf die Spitze zu treiben. Armin Laschet, Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens oder doch dessen bayerischer Amtskollege Markus Söder? Selten wirkte die Union so uneins, und auch seitens des Bund-Länder-Konsortiums, um es einmal so zu nennen, ist von einer einheitlichen Strategie auf weiter Flur immer noch nichts zu sehen. Dabei gilt doch eigentlich „bereit sein ist alles“, um einen berühmten Satz aus einem noch berühmteren Theaterstück („Hamlet“, William Shakespeare) zu zitieren. Eine weitere K-Frage beschäftigt allerdings auch die (deutschen) Anleger:

Konsolidierung oder nicht Konsolidierung?

Konsolidiert er nun, der DAX, oder konsolidiert er nicht, das scheint auf dem Parkett die Frage. Damit bleiben wir direkt bei Shakespeares Hamlet, der ebenso befand, dass „die Zeit aus den Fugen“ sei. Das gilt gewissermaßen auch für den deutschen Leitindex, der sich, Pandemie hin oder her, nach dem langen Osterwochenende schnurstracks aufs nächste Allzeithoch bei 15.312 Punkten katapultierte. Dabei waren es einmal mehr die positiven Vorgaben der Wall Street, wo die Märkte ebenfalls auf Rekordkurs blieben. Wen wundert’s also, dass die Mahner und Unkenrufer immer lauter werden. Passend dazu notiert das Euwax-Sentiment der Börse Stuttgart, das die Stimmung der Privatanleger misst, auf einem neuen Jahrestief. Genau darin liegen jedoch, das ist gemeinhin bekannt, die besten Voraussetzungen für eine Fortsetzung der Monsterrallye. Denn so unheimlich der Kursanstieg der vergangenen Wochen einigen Marktteilnehmern auch sein mag:

Trend intakt

Aus charttechnischer Sicht ist der starke Aufwärtstrend – überkauft hin oder her – weiterhin intakt. Rein rechnerisch haben die Notierungen dabei spielend Platz bis in den Bereich um 16.000 Zähler, wo die obere Begrenzung des bereits erwähnten Aufwärtstrendkanals fürs Erste bremsend wirken könnte. Nachdem jetzt allerdings sogar der DAX-Kursindex auf ein neues Rekordhoch – das erste seit dem Jahr 2000 – ausbrechen konnte, wären auch Kurse deutlich oberhalb von 16.000 Punkten vorstellbar. Zu diesem Schluss kamen auch meine beiden geschätzten Kollegen im SG Active Trading Webinar am vergangenen Mittwoch (wer die Veranstaltung verpasst hat: hier geht es zur Aufzeichnung), wobei die Kursziele auf der Unterseite naturbedingt weit zahlreicher vorhanden sind. Zu nennen ist da nun als erste Haltestelle die runde 15.000er-Marke, es folgen die mittlerweile hinlänglich bekannten Unterstützungen bei 14.500 und 14.000 Punkten. Falls das doch noch was werden sollte, mit der Konsolidierung!

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