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adidas - Das war knapp!

Eigentlich wollte ich diese Text nämlich mit einem flammenden Appell an bzw. gegen adidas beginnen. Sie wissen schon, Solidarität, Teamgeist, all so etwas. In Gedanken bzw. groben Zügen hatte ich mich auch schon in mittlere Rage fabuliert, nicht zuletzt unterstützt von der geschätzten Kollegin, die aus ihrer Sympathie für das Unternehmen mit den drei Streifen bis dato kaum einen Hehl gemacht hat. Und die daher ebenso konsterniert auf das Mieten-Gate der Herzogenauracher reagierte wie viele andere. Soweit ich weiß, hat sie ihr Real Madrid-Trikot dabei zwar nicht in Brand gesetzt, allerdings hat wohl nicht viel gefehlt. Doch dann das:

Auf und nieder

Medienwirksam bzw. in aller Öffentlichkeit sagte adidas Entschuldigung bzw. (und sprachlich korrekter) bat um dieselbe. Für die Aktie ging es dennoch wieder abwärts bzw. unter die vielbeachtete 200er-Marke zurück. Nach oben schossen dagegen – zum zweiten Mal in Folge – die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Waren es in der Vorwoche noch fast 3,3 Millionen, kamen in dieser Woche noch einmal 6,65 Millionen Antragsteller*innen hinzu. Macht rund 10 Millionen neue Arbeitslose binnen zweier Wochen in den Vereinigten Staaten. An der Wall Street hatten die Markteilnehmer diesen Anstieg allerdings offensichtlich bereits eingepreist, der Dow Jones legte leicht zu und eroberte mal eben die 21.000er-Marke zurück. Das bedeutet:

Unter dem Strich

Unter dem Strich sind die Kurse in dieser Woche kaum vom Fleck gekommen. Konnte der US-Leitindex am vergangenen Freitag noch mit einem Plus von knapp 13% das beste Wochenergebnis seit 1938 über die Ziellinie bringen, sieht es in dieser Woche eher mau aus. Vor allem der Start in den April ging dabei gründlich daneben, auch für den DAX: Der sackte zur Wochenmitte fast 4% nach unten und schlug einmal mehr an der 9.500er-Marke auf. Der Re-Break bei 10.000 Zählern ist damit erst einmal in weitere Ferne gerückt, daran konnte auch der besser als erwartet ausgefallene Donnerstag wenig ändern. Das relativ gute Abschneiden war übrigens auf die steigenden Ölpreise zurückzuführen; nachdem sich Russland und Saudi-Arabien zuletzt ja einen Preis- bzw. Fördermengenkampf geliefert hatten, waren Brent & Co. vorübergehend auf historische Tiefststände abgerutscht. Die laufende Erholung kommt da jetzt gerade recht – auch an den Aktienmärkten! Im DAX sind die Kursziele dabei klar umrissen:

So sieht’s aus

Auf der Unterseite sehen wir weiterhin die 9.000er-Marke als ersten Halt und anschließend die massive Haltezone aus dem aktuellen Jahres- bzw. Crash-Tief bei 8.256 Punkten, den beiden markanten Tops aus den Jahren 2000 und 2007 bei 8.136 sowie 8.152 Zählern sowie der 8.000er-Barriere, die – daran hat sich mittlerweile seit zwei Wochen nichts geändert – idealerweise nicht mehr unterboten werden sollte. Nach oben riegelt die psychologisch wichtige 10.000er-Schwelle die Kurse ab. Erst wenn da der nachhaltige Ausbruch gelingt, wäre an eine Rückeroberung des alten 2018er-Tiefs bei 10.279 Zählern zu denken. Es folgen, auch daran hat sich nichts geändert, ein Gap-Close bei 10.390 und die Eindämmungslinien bei 10.800 und 11.000 Punkten. Unverändert ist auch meine abschließende Bitte an Sie: Bleiben Sie gesund, und bleiben Sie zuhause!

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