Dialog Semiconductor – Ein Funke Hoffnung

Als wir die Dialog Semiconductor-Aktie vor gut 10 Tagen zuletzt unter die Lupe nahmen, stellten wir uns die Frage, ob sich da im Chart wohl eine inverse Flagge oder doch eher ein Boden ausbilden möge. Nun, es wurde dann doch eher eine Flagge, denn in der Folge rutschten die Kurse doch tatsächlich noch eine Etage tiefer, womit auch das amtierende Jahrestief auf 17,05 Euro verschoben wurde – nach unten. Der Ausflug auf das April-Top bei 20,27 Euro war also tatsächlich nur eine Episode, aber noch ist nicht alle Hoffnung verloren:

Evotec – Gute Nachrichten!

Evotec
Quelle: Pixabay
Es gibt gleich mehrere gute Nachrichten zum Biotechunternehmen Evotec. Da wäre zum Beispiel die Umsatzsteigerung um 57% im Vergleich zum Vorjahr. Der bereinigte Gewinn (Ebitda; Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) stieg gar um 60% an. Damit wurden die Erwartungen gleich doppelt übertroffen, nämlich sowohl die der Verantwortlichen als auch die der Analysten. Positiv fällt zudem die Prognose für 2018 aus, und im Chart ist die Aktie am Montag wieder über die langfristige Durchschnittslinie (15,26 Euro) geklettert. Damit zeigen die Trendpfeile – trotz des heutigen frühmorgendlichen Rücksetzers – klar nach oben:

Dialog Semiconductor – Auf dem Weg zum Pennystock?

Evotec
Quelle: Pixabay
Wer den Kursverlauf der Dialog Semiconductor-Aktie schon etwas länger verfolgt, der wird sich vermutlich noch sehr gut an die Tage Anfang Dezember erinnern, als die Papiere innerhalb weniger Tage von 38,73 (Intraday-Hoch am 29. November) auf das 2017-Jahrestief bei 21,46 Euro am 11. Dezember abstürzten. Wer damals jedoch dachte, „das wird schon wieder“ und dementsprechend auf steigenden Kurse setzte, der musste sich A mit der Tatsache abfinden, dass die Notierungen nicht mehr über das aktuelle 2018er-Top bei 28,29 Euro hinauskamen und B den nächsten massiven Kursabsturz zur Kenntnis nehmen – knapp 17% gab die Aktie binnen zwei Sitzungen ab, macht ein Minus von rund 26% im laufenden Jahr. In den vergangenen 12 Monaten sind damit Verluste von rund 60% aufgelaufen, und mit dem Rutsch unter die 20-Euro-Marke läuten jetzt alle Alarmglocken:

Nordex – So schnell kann’s gehen!

Nordex SE
Quelle:Nordex SE
Manchmal muss man die Dinge einfach selbst in die Hand nehmen – das hat sich offenbar Jan Klatten gedacht und in seiner Doppelfunktion als Aufsichtsratsmitglied und Großaktionär etwas für den siechen Aktienkurs von Nordex unternommen. Herr Klatten hat nämlich gerade ein Nordex-Aktienpaket im Gesamtwert von 502.405,88 Euro erworben, über die momentum-capital Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH. Mittlerer Preis pro Aktie 7,1263 Euro, ein Schnäppchen also. Und eine gute Investition, denn nachdem die Meldung von Klattens Coup die Runde machte, griffen auch andere wieder zu, +7% standen gestern Abend auf der Anzeigetafel, das ist der größte Tagesgewinn seit dem 15. Januar. Im Chart sieht das damit auch gleich wieder deutlich besser aus:

Deutsche Bank – Also doch!

Evotec
Quelle: Deutsche Bank / Mario Andreya
Die Spatzen pfiffen es seit Wochen von den Frankfurter Dächern, jetzt ist es amtlich: John Cryan wird als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank zurück(ge)treten. Das ist insofern schade, als der Brite in seiner unaufgeregten Art (und fast dreijährigen Amtszeit) durchaus versucht hat, den alten Kahn wieder flottzumachen. Und dabei auch Probleme lösen musste, die er gar nicht ursächlich zu verantworten hatte. Trotzdem muss der Mann nun seinen Stuhl freimachen. Für Christian Sewing, der nun vom Aufsichtsratsvorsitzenden Paul Achleitner als neuer starker Führer an der Spitze des Branchenprimus installiert wird. Ob das den dringend erforderlichen Neuanfang tatsächlich begründet, wird sich zeigen müssen. Für die Aktie geht es jedenfalls zum Start Sewings, der „die Messlatte wieder höher legen will“, schon mal nach oben:

Bayer – Ist das der Befreiungsschlag?

Bayer
Quelle:Bayer
Beim Blick auf das DAX-Tableau heute Morgen wird klar, dass wir an einer Analyse auf den Bayer-Konzern nicht herumkommen. Die hatten wir Mitte Januar zuletzt besprochen, und da war doch tatsächlich noch von einem Jahrestief bei 102 Euro die Rede. Ja, das waren noch Zeiten, denn in der Folge ging es erst richtig abwärts – ein Minus von 7% in den vergangenen drei Monaten (den heutigen Kurssprung von und 5% bereits abgezogen!) und das amtierende Jahrestief ist mittlerweile bei 88,81 Euro zu finden. Wie gut, dass jetzt das US-Justizministerium offenbar grünes Licht für die Monsanto-Übernahme gibt. Der Saatgut- und Pestizidriese hatte zuletzt zwar ebenfalls mit deutlichen Kursrückgängen zu kämpfen, die Meldung des Wall Street Journal trieb den Preis pro Aktie gestern jedoch um ganze 6,2% nach oben. Da muss (und will) Bayer heute natürlich nachlegen:

Nestlé – Die Atmosphäre wird rauer

Nestlé - KitKat
Quelle:Nestlé Germany, under CC4.0
Wirft man einen Blick auf den Seasonal Chart von Nestlé (WKN: A0Q4DC), sieht man eigentlich nur Grund zur Freude. Das ist jedoch ein Irrtum und offenbart die Probleme, die bei verallgemeinernden isolierten Betrachtungen entstehen. Man schaut gerne auch mal an dem Market Mover vorbei, der den Kurs einer Aktie tatsächlich bestimmt. Bei Nestlé geht es nämlich nicht, wie der Seasonal Chart vermuten lässt, schnurstracks gen Norden, die Aktie hat aktuell mit massiven Kursrückgängen zu kämpfen. Wo die herkommen und was das heißt, wollen wir uns heute anschauen.

Volkswagen – Riesige Chance?

Volkswagen
Quelle:Volkswagen
Wer heute früh auf der Homepage der Volkswagen AG vorbeischaut, der liest über der Auflistung der Organe (hier eine Übersicht) ein ausgesprochen prominent platziertes Zitat von Matthias Müller: „Der epochale Wandel unserer Branche ist eine Herausforderung, aber auch eine riesige Chance.“ Nun, nach der gestrigen Adhoc-Mitteilung des Konzerns über „mögliche Weiterentwicklung der Führungsstruktur im Konzern und mögliche personelle Veränderungen im Vorstand“ scheint in Wolfsburg derzeit vieles möglich, vor allem stellt sich die Frage, wie lange Müllers Zitat wohl noch an der erwähnten Stelle stehen wird. Und natürlich auch, wie weit es den Aktienkurs jetzt noch nach oben trägt:

Steinhoff – Neue Hoffnung?

Als wir die Steinhoff-Aktie zuletzt unter die Lupe nahmen – das ist rund drei Wochen her – lasen sich die Performance-Zahlen exakt so: „Ein Minus von 1,1% für die Woche, eins von 24,6% auf Monatssicht, für’s zurückliegende Vierteljahr stehen Abgaben von gut 47% zu Buche, seit Jahresbeginn gingen knapp 10% verloren…“. Da können wir heute direkt noch einen draufsetzen, denn die aktuelle Übersicht sieht noch schlechter aus – auf Wochensicht gingen knapp 27% verloren, für den zurückliegenden Monat laufen rund 47% Verlust auf, seit Jahresbeginn sind es mittlerweile -51%. Aber halt – diese Zahlen sind auf Basis des gestrigen Handelstages ermittelt, denn zur Stunde keimt doch tatsächlich neue Hoffnung auf:

Nordex – Und jetzt?

Nordex SE
Quelle:Nordex SE
Nach dem Raketenstart in den April – die Nordex-Aktie legte binnen drei Sitzungen 2,35 Euro bzw. 33,5% zu – ist es zuletzt wieder recht ruhig um den Windkraftanlagenbauer aus dem hohen Norden geworden. Und das nicht nur nachrichtentechnisch, sondern auch und vor allem in den Papieren. Die schoben sich nämlich in der vergangenen Woche überwiegend (Fachmänner und -frauen nennen diese Art der Fortbewegung gerne auch „oszillieren“) an einer gedachten Linie bei 9,40 Euro entlang. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches, insbesondere nach größeren Auf- oder Abwärtsbewegungen wird oft im Anschluss ein Päuschen eingelegt. Einen Schönheitsfehler hat das Ganze dennoch:

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