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Wirecard – Was wird das denn?

Für den DAX endete der Oktober mit einem Minus von 6,5%, was gleichzeitig die schlechteste bzw. schwächste Monatsbilanz seit Januar 2016 ist. Das ist schon mal ein Brett, aber da gibt es einen Wert, der diese Zahlen ganz locker toppt. Naja, eher floppt, schließlich reden wir hier von den Verlusten. Und die beliefen sich bei Wirecard im gerade abgelaufenen Monat auf 14,1%. Was dann wohl, wenn wir beim Holz bleiben, ein Balken ist. Natürlich relativiert sich das Ganze ganz schnell, wenn wir auf die bisherige 2018er-Performance blicken, denn da liegt der DAX mit -11,4% hinten, während Wirecard ein stolzes Plus von 77,7% vorweisen kann. Ein Selbstläufer ist die Aktie aktuell aber trotzdem nicht:

Das ist vor allem der spektakulären Achterbahnfahrt geschuldet, die die Papiere in den vergangenen vier Wochen hinter sich gebracht haben. Zwischen dem Oktoberhoch bei 194,40 Euro und dem -tief bei 148 Euro liegen 46,40 Euro, die es in sich hatten. Unter anderem den größten Tagesverlust (-14,2% am 10. Oktober) seit dem 24. Februar 2016. Damals ging es satte 21,6% nach unten, und selbst das war noch nicht das Maximum: Den bislang schlechtesten Tag ever mussten all diejenigen miterleben, die am 26. Juni 2008 bei Wirecard investiert waren, denn da crashte die Aktie 29,6% in die Tiefe. Allerdings war die Fallhöhe zu jener Zeit auch noch eine völlig andere – der Schlusskurs betrug an diesem Tag 6,20 Euro. Heute steht die Aktie bei 165,40 Euro (amtliches Xetra-Endergebnis von gestern Abend), und die Ausgangslage ist klar:

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Dreh- und Angelpunkt für das Kursgeschehen ist die 160-Euro-Marke, an der sich die Papiere derzeit seitwärts schieben. Für die bullishe Variante müssten die Notierungen jetzt nach oben abfedern, dabei den doppelten Widerstand aus kurzfristiger Abwärtstrendgerade und horizontaler Eindämmungslinie bei 170 Euro knacken und anschließend das Oktober-Zwischenhoch bei 181,80 Euro überbieten. Oberhalb dieser Chartmarke wäre der Weg frei für einen schnellen Sprint an die 185er-Schiebezone, und darüber dürfte dann die 190er-Schwelle erst einmal bremsend wirken. Frische neue Long-Impulse kämen übrigens auch erst nach einem Ausbruch über diese markante Hürde ins Spiel. Beziehungsweise in den Markt.

Das bearishe Szenario würde dagegen Gestalt annehmen, wenn die Aktie noch einmal (und nachhaltig noch dazu) unter die besagte 160er-Barriere fällt. Sollte im Anschluss auch noch die 150er-Marke bzw. das aktuelle Korrekturtief bei 148 Euro unterboten werden, müsste mit einem Test der Haltelinie bei 140 Euro gerechnet werden, und da wird es richtig heikel, schließlich verläuft bei 138,18 Euro der langfristige Durchschnitt; ein Rutsch unter den GD200 hätte den ersten (Abwärts-)Trendwechsel seit dem 14. Dezember 2016 zur Folge. Wobei der Spuk damals nach zwei Wochen schon wieder, pünktlich zum Jahreswechsel 2016/17, zu Ende war. Geht es jedoch nach dem Seasonal Chart, kommt es gar nicht erst zu diesem Clash (nein, kein Rechtschreibfehler!):

Seasonal Chart Wirecard
Seasonal Chart Wirecard

Denn da notiert Wirecard seit 04. Oktober in einem Long-Trend, der strenggenommen bis weit ins nächste Jahr hinein (konkret: bis zum 12. Mai) anhält und dabei im Schnitt sagenhafte Gewinne von 35,5% mit sich bringt. Im Schnitt. Weshalb wir auch mit der Vorstellung des bullishen Trade-Setups beginnen. Wer bei Wirecard nämlich gerne die Bullenkarte spielen möchte, könnte dies unter anderem mit dem Open End Turbo Bull WKN: CQ8WM2 der Citi tun; der Schein ist aktuell mit 4,87 gehebelt, die Knock-Out-Barriere entspricht dem Basispreis und ist heute bei 132,4343 Euro und damit ein Stück unterhalb des empfohlenen mentalen Stopps an der 200-Tage-Linie zu finden. Für alle, die sich stattdessen dem Bärenlager anschließen möchten, wäre der Open End Turbo Bear WKN: CQ9DYG eine mögliche Alternative. Hier beträgt der aktuelle Hebel 4,98, Knock-Out-Barriere und Basispreis sind ebenfalls identisch und verlaufen heute bei 199,6081 Euro, weshalb hier die mentale Reißleine spätestens nach dem Break über die 190er-Marke gezogen werden sollte.

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