Market Mover: Tendenz: steigend!

Während die (Welt-)Wirtschaft unter der Coronavirus-Last ächzt und beinahe in die Knie geht, machen die Märkte munter weiter, mit ihrer Kletterpartie. Nach den Tech-Indizes, die bereits in den Vorwochen ihre 200-Tage-Linien zurückerobern und damit auch formal in den Aufwärtstrend zurückkehren konnten, sind nun beispielsweise der S&P 500 und der MDAX dran bzw. drüber, über den langfristigen Durchschnitten. Was übrigens einen signifikanten Unterschied zum Krisenverlauf 2008/2009 darstellt; damals dauerte es fast anderthalb Jahre, bis der Dax seinen GD200 wieder überbieten konnte. Denn der Trendwechsel erfolgte bereits im Januar 2008 und damit rund acht Monate vor der legendären Lehman-Pleite, die fast zum Kollaps des westlichen Wirtschaftssystems geführt hätte. Der scheint auch diesmal, dank der vielen Fantastilliarden, die in derzeit in diversen Rettungspaketen diverser Regierungen zusammengeschnürt werden, zunächst abgewendet; wirklich sicher kann man sich da zwar nie sein, an den Märkten herrscht aber schon einmal überbordender Optimismus. Im Chart sieht das dann so aus:

Zeichen und Wunder!

Es geschehen noch Zeichen und Wunder! Und das sogar gelegentlich gleichzeitig! Dabei lässt sich diese wunderbare Redensart – die ihren Ursprung übrigens im Alten Testament und damit in der Bibel hat – erfreulicherweise auf so allerlei Ereignisse anwenden, was sie zu einer Art Universal-Sinnspruch macht. In Börsensprech übersetzt, bedeutet sie in dieser Woche folgendes: Der deutsche Leitindex hat sich in den zurückliegenden Tagen von seiner ganz starken Seite gezeigt und auf Wochensicht ein zwischenzeitliches Plus von sage und schreibe (wahlweise höre und staune, auch das ist bei Zeichen und Wundern problemlos möglich) 7% aufgesattelt! Im Chart sah das deshalb vorübergehend wieder so aus:

Market Mover: Das sind die Fakten!

Deutschland macht sich locker, und die Märkte machen… ihr eigenes Ding! So einfach wie zutreffend könnte der Verlauf dieser Handelswoche in einem einzigen Satz zusammengefasst werden. Dabei passierte zwischendrin durchaus eine ganze Menge. So vermeldete beispielsweise die Statistikbehörde Eurostat, dass die Industrieproduktion des Euroraums (exkl. Baugewerbe) im März gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 11,3% eingebrochen ist. Das ist der größte Absturz seit Beginn der Aufzeichnungen (1991) und übertrifft den bisherigen Rekordhalter, den Monat Januar des Jahres 2009 mit dessen 4,1% bei weitem. Annähernd zeitgleich machten die Eisheiligen ihrem Namen ausnahmsweise einmal wieder alle Ehre, vielleicht mit ein Grund, dass plötzlich überall von Grenzöffnung und vorsichtiger Sommerurlaubsplanung gesprochen wurde. Dabei war die Stimmung auf dem Parkett doch eher frostig:

Auf dem Sprung!

Es gibt zwei Möglichkeiten, dieses Editorial zu beginnen. Man – in diesem Fall ganz konkret ich – könnte behaupten, dass die Anleger, wie schon in der Überschrift zu erahnen, auf dem Sprung sind. Schließlich ist der deutsche Leitindex, um noch konkreter zu werden, in den zurückliegenden Sitzungen überwiegend seitwärts gelaufen und hat dabei ordentlich Bewegungspotenzial aufgebaut. Man – ich, Sie wissen schon – könnte aber auch sagen, dass die Anleger nur bedingt überzeugt zu sein scheinen. Denn für den DAX ging es, auch diese Formulierung ist korrekt, in dieser Woche erst einmal kaum voran. Oder, um es mit noch anderen Worten auszudrücken – die Erholung geriet ins Stocken. Hier der Überblick:

Tanz in den Mai!

schon wieder haben wir es mit einer feiertagsbedingt verkürzten Handelswoche zu tun – schließlich wird am morgigen Freitag der 1. Mai gefeiert, der seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert als „Tag der Arbeit“ begangen wird. Die Ursprünge reichen jedoch viel weiter in die Vergangenheit zurück; im Mittelalter wurde am 1. Mai der Hl. Walburga (daher auch „Walpurgisnacht“) gedacht, unter anderem übrigens Schutzheilige gegen Krankheiten und Seuchen, womit der aktuelle Bezug unseres kleinen Ausflugs in die Geschichte auch gleich wiederhergestellt wäre. Denn das Thema COVID-19 alias SARS-CoV-2 hat Deutschland auch in dieser Woche auf Trab gehalten:

Zahlen, nichts als Zahlen!

Die Reproduktionszahl R, die Anzahl der bestätigten Infektionen, deren Zuwachsrate, die Verdopplungszeit oder doch die Inzidenz, also die Fallzahl pro 100.000 Einwohner – die Kennzahlen der Corona-Pandemie sind beinahe so zahlreich wie deren Interpretationsmöglichkeiten, was auch in dieser Woche für muntere Diskussionen sorgte. Lockerungen ja oder nein und wenn ja, wieviel und für wen bzw. wann und denkt hier eigentlich auch mal irgendjemand an die Wirtschaft? Während sich die Lager an Argumenten gegenseitig zu übertrumpfen versuchen, eroberte der DAX in dieser Woche die nächsten Hürden auf der Oberseite zurück:

Gute Zahlen - Siltronic melden sich zurück!

Gute Nachrichten bzw. Zahlen bei und von Siltronic werden am heutigen Dienstag mit deutlich steigenden Kursen honoriert! Die Aktie des Wafer-Spezialisten legte zwischenzeitlich bereits über 7% zu und nimmt dabei schon wieder Kurs auf die 80-Euro-Marke. Damit könnte jetzt zum einen die rund einmonatige Seitwärtsbewegung vorbei sein - und zum anderen der nächste Aufwärtsschub bevorstehen.

Schicht im Schacht!

Was ist denn los, in diesem Land? Wir haben Pandemie, und keiner geht hin? Nein halt, der Spruch ging irgendwie anders, aber jetzt mal ernsthaft: Da draußen grassiert ein Virus, das unschöne Krankheitsbilder bis hin zum Tod verursachen kann. Dass dies nur auf einen geringen Prozentsatz der Infizierten zutrifft, mag vordergründig beruhigen. Allerdings ist dieses Virus – oder besser die Spätfolgen einer Infektion – noch weitgehend unbekannt. Was einen allzu sorglosen Umgang mit der Bedrohung irgendwie leichtsinnig wirken lässt. Deshalb: Mundschutz auf, Abstandshalter an und Händewaschen nicht vergessen! Andernfalls ist schneller wieder Schicht im Schacht, als es vielen lieb sein dürfte. Das gilt auch für die vielzitierte Wirtschaft. Der stehen ohnehin düstere Zeiten bevor, auch wenn die Börsenkurse zuletzt anderes signalisierten. Ein Beispiel:

In den Startlöchern!

Ja ist denn heut‘ schon wieder Freitag? Offensichtlich, sonst wären wir alle ja nicht hier… ich weiß nicht genau, wie es Ihnen geht, aber diese Kar- bzw. Osterfeiertage bringen meinen Börsen-Biorhythmus immer völlig durcheinander. Kaum ist die Gründonnerstagsausgabe des Market Mover versandt, steht schon gefühlt die nächste ins Haus. Verstärkt wird dieses Gefühl natürlich von der Tatsache, dass seit unserem bislang letzten Zusammentreffen hier an dieser Stelle eben tatsächlich nur dreimal gehandelt wurde, zumindest bei der DAX-Familie. Dementsprechend dünn ist die Faktenlage, denn viel ist nicht passiert. Hier der Überblick:

Market Mover: An Ostern nichts Neues!

Kurze Verbeugung vor dem Schriftsteller Erich Maria Remarque, dessen Todestag sich 2020 zum 50. Mal jähren wird und dessen bis heute weltbekanntes Antikriegs-Werk „Im Westen nichts Neues“ vor 90 Jahren und damit mitten in der Großen Depression verfilmt wurde. Womit wir auch schon die beiden, anhaltend alle Schlagzeilen bestimmenden Themen dieser Woche aufgezählt hätten – der Krieg der Länder gegen das Corona-Virus und die Angst vor der ganz großen Weltwirtschaftskrise, die aktuell in der Diskussion um „Exit oder nicht Exit“ mitschwingt. Dabei ist die Lage nach Zahlen eindeutig:

adidas - Das war knapp!

Eigentlich wollte ich diese Text nämlich mit einem flammenden Appell an bzw. gegen adidas beginnen. Sie wissen schon, Solidarität, Teamgeist, all so etwas. In Gedanken bzw. groben Zügen hatte ich mich auch schon in mittlere Rage fabuliert, nicht zuletzt unterstützt von der geschätzten Kollegin, die aus ihrer Sympathie für das Unternehmen mit den drei Streifen bis dato kaum einen Hehl gemacht hat. Und die daher ebenso konsterniert auf das Mieten-Gate der Herzogenauracher reagierte wie viele andere. Soweit ich weiß, hat sie ihr Real Madrid-Trikot dabei zwar nicht in Brand gesetzt, allerdings hat wohl nicht viel gefehlt. Doch dann das:

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