Analysen

Finanzmarktanalysen zu ausgewählten Titeln

Wirecard – Alarmstufe Rot!

Eigentlich wäre Wirecard ja noch gar nicht wieder an der Reihe gewesen, hier in unserem täglichen Analyse-Programm. Doch wie das (Börsen-)Leben nun mal so spielt, überschlagen sich gerade die Ereignisse. Denn die Wirecard-Aktie wurde heute früh, trotz guter Prognose für 2019, im regulären Handel bereits auf 126,20 Euro taxiert. Das sind noch einmal 11,40 Euro unterhalb des gestrigen Xetra-Schlusskurses (137,60 Euro) und darüber hinaus ein ganz deutliches Alarmsignal:

Daimler – Das Ende einer Ära?

Um es gleich vorweg zu nehmen: Das hier wird kein Abgesang auf die deutsche Automobilindustrie. Noch nicht. Denn dafür ist es, entgegen allen anderslautenden Theorien und Spekulationen, immer noch zu früh; noch besteht die Chance, das Lenkrad herumzureißen und auf zukunftsfähige Strategien und Antriebstechniken zu setzen. Dennoch (und das soll das allerletzte „noch“ in diesem Absatz gewesen sein, versprochen!) sieht es in diesem Jahr ziemlich mau aus, bei den Autobauern. Volkswagen liegt aktuell (und auf Jahressicht) -13,5% hinten, bei BMW sind es -15,1%. Am schlechtesten schneidet Daimler mit einem momentanen 2018er-Minus von 28,7% ab, Grund genug, die Aktie mal wieder unter die Lupe zu nehmen:

Wirecard - Jetzt wird es eng!

Jetzt ist es also tatsächlich passiert: mit dem gestrigen Tagestief bei 145,20 Euro ist die Wirecard-Aktie – trotz hervorragender Zahlen und nach oben korrigierter Prognose – unter das bisherige Korrekturtief aus dem Oktober bei 148 Euro abgerutscht. Dass dies als ausgesprochen bearishes Zeichen zu werten wäre, davor haben wir schon vor zwei Wochen gewarnt. Und wiederholen uns heute gerne noch einmal, denn für Wirecard könnte es nun – vor allem, wenn sich die heutige Erholung als Strohfeuer entpuppt – auf der Unterseite zur Abwechslung richtig eng werden. Hier die Details:

Nordex – Böse Überraschung!

Wie konnte das denn passieren? Nach neun Monaten voller Höhen (und zugegebenermaßen auch einigen Tiefen) korrigiert Nordex nun die Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2018. Umsatz und Marge dürften voraussichtlich zum unteren Ende der prognostizierten Spanne tendieren, so die jüngsten Einschätzungen der Unternehmensführung. Gut, bei einem Umsatzeinbruch von 23,6% und einem Verlust von 51,8 Millionen Euro auf Sicht der ersten neun Monate verwundert die Korrektur der Ziele nicht wirklich, zumal im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 27,9 Millionen Euro verbucht werden konnte. Die Entschlossenheit, mit der die Nordex-Aktien heute früh abverkauft wurden, überrascht allerdings schon ein wenig:

Aixtron – Bitte anschnallen!

Dynamik = Aixtron, auf diese (zugegebenermaßen recht simple) Gleichung lässt sich das aktuelle Kursgeschehen bei dem Elektrotechnikunternehmen aus Herzogenrath bei Aachen bringen. Ein Beispiel? Gerne: Vom 2018er-Jahrestief bei 7,638 Euro am 25. Oktober ging es direkt an die horizontale Eindämmungslinie bei 12 Euro, genauer auf ein frisches Monatshoch bei 12,095 Euro am 02. November. Macht mal eben +58% Kursgewinn innerhalb einer Woche, beide Angaben für eine bessere Lesbarkeit gerundet. Und das ist noch nicht alles:

Dialog Semiconductor – Kursziel erreicht, und jetzt?

Eines muss man neidlos anerkennen – das war eine saubere Rallye, die Dialog Semiconductor da im Oktober abgeliefert hat. Ein Plus von 35% auf Monatssicht, dass muss erstmal einer nachmachen. Vom Jahrestief bei 12,44 Euro Ende Juni hat sich der Aktienkurs sogar mehr als verdoppelt, 25,44 Euro standen am Donnerstag als vorläufiges Rallyehoch auf der Anzeigetafel. Nicht einmal der Rücksetzer bei Apple am Freitag konnte den Papieren ernsthaft schaden, was einerseits für eine gewisse innere Stärke spricht, andererseits aber mindestens zwei Fragen aufwirft:

Wirecard – Was wird das denn?

Für den DAX endete der Oktober mit einem Minus von 6,5%, was gleichzeitig die schlechteste bzw. schwächste Monatsbilanz seit Januar 2016 ist. Das ist schon mal ein Brett, aber da gibt es einen Wert, der diese Zahlen ganz locker toppt. Naja, eher floppt, schließlich reden wir hier von den Verlusten. Und die beliefen sich bei Wirecard im gerade abgelaufenen Monat auf 14,1%. Was dann wohl, wenn wir beim Holz bleiben, ein Balken ist. Natürlich relativiert sich das Ganze ganz schnell, wenn wir auf die bisherige 2018er-Performance blicken, denn da liegt der DAX mit -11,4% hinten, während Wirecard ein stolzes Plus von 77,7% vorweisen kann. Ein Selbstläufer ist die Aktie aktuell aber trotzdem nicht:

Drägerwerk VZ – Der lange Weg zurück

Das Leben war auch schon einmal leichter, für Drägerwerk. Denn deren Vorzugsaktie ist im Oktober weiter zurückgefallen, und zwar deutlich. Hatten wir am 01. Oktober noch 53,95 Euro als Jahrestief auf der Anzeigetafel stehen, ist der aktuelle 2018er-Tiefstststand bei 43,66 Euro zu finden. Und selbst der könnte noch unterboten werden, denn das gerade vorgelegte Zahlenwerk fürs dritte Quartal sieht nicht ganz so gut aus:

Evotec – Ach Du Schreck!

Ist das tatsächlich schon wieder drei Wochen her, dass wir uns Evotec zuletzt analysetechnisch an dieser Stelle vorgenommen haben? Ganz offensichtlich – denn nachdem wir am 08. Oktober einen kritischen Blick auf die Papiere warfen, ging es sogar noch eine Etage tiefer, konkret auf 14,995 Euro und damit auf den niedrigsten Stand seit Anfang Juli. Das anschließende Aufbäumen führte zwar noch einmal bis kurz vor die 18-Euro-Marke (Sie merken es, wir sind schon mitten drin in der Analyse), aber – klassischer Fehlausbruch, an dieser Barriere prallten die Notierungen nach unten ab, und rutschten wieder unter die 16er-Schwelle zurück. Das waren jetzt jede Menge Zahlen für den Anfang, da wird es Zeit, die einzuordnen:

Deutsche Bank – Schlimmer geht immer

Die Überschrift deutet es bereits an – das Zahlenwerk, das die Deutsche Bank heute vorgelegt hat, ist nicht sonderlich berauschend. Aber, und das ist jetzt so etwas wie die gute Nachricht, es hätte deutlich schlimmer kommen können. Minus 46% beim Gewinn (vor Steuern) und -9% beim Ertrag müssen erst einmal geschultert werden; nachdem die Kosten jedoch erfreulicherweise gesenkt werden konnten und mit „nur“ noch 5,6 Milliarden Euro niedriger ausfallen, als zuvor erwartet, trägt sich die Last vermutlich etwas leichter. „Leichter“ ist allerdings auch das perfekte Stichwort für den aktuellen Aktienkurs:

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