Analysen

Finanzmarktanalysen zu ausgewählten Titeln

Volkswagen – Pullback oder Korrektur?

Dass der für Sonntagabend eilig einberufene Mini-Gipfel im Berliner Kanzleramt einen schnellen Durchbruch (oder gar eine Lösung) in der Diesel-Frage bringen würde, hatten wohl ohnehin die wenigsten erwartet. Noch immer arbeiten sich Regierung und Automobilhersteller an den Alternativen Hardware-Nachrüstung oder Subventionen ab, wobei letzteres der Bevölkerung vermutlich ähnlich schwer zu vermitteln sein dürfte wie die mittlerweile zurückgenommene Beförderung des scheidenden Verfassungsschutzpräsidenten Maaßen. Die Aktien der Autobauer gingen zum Start in die neue Woche jedenfalls erst einmal auf Tauchstation, allen voran Volkswagen:

Linde AG zum Umtausch – Fusion nimmt Formen an

Prinde, Laxair oder doch einfach ein schnöder Doppelname, Linde-Praxair? Wie der neue Konzern nach der geplanten Fusion am Ende heißen wird, können sich die Beteiligten noch bis zum 24. Oktober überlegen, denn bis dahin muss die Zusammenlegung laut Wertpapiergesetz vollzogen sein. Das ist dann also noch ein guter Monat, in dem vieles passieren kann. Aber nicht muss. Gemeint ist damit auch die Fusion mit Praxair, die zwar von beiden Seiten gewollt ist, nur eben nicht um jeden Preis. Der war – was die kartellrechtlich erforderlichen Spartenverkäufe betrifft – nämlich vorher gedeckelt worden und sollte für beide Partner nicht mehr als 3,7 Milliarden Euro Umsatz bzw. 1,1 Milliarden Euro operatives Ergebnis betragen. Durch ist das Ding also noch lange nicht! Die Linde-Aktie dafür aber schon, nämlich über einen hartnäckigen Widerstand:

Wirecard – Konsolidierung, na und?

Dass die Wirecard-Aktie am Montag in den DAX und damit in den Kreis der deutschen Blue Chips aufsteigt, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Dass die Papiere mit der Verkündung der frohen Botschaft in eine Art Konsolidierung übergegangen sind, wird beim Blick auf den Chart ebenfalls offensichtlich. Dass das aber A nicht ungewöhnlich und B gar kein schlechtes Zeichen im Hinblick auf weitere Kursgewinne ist, versuchen wir, mit der nun folgenden Analyse aufzuzeigen:

Bayer – Ein großes Fragezeichen

Es war nur eine kleine Meldung am Rande der großen Trump-Show: die tschechische Regierung will den Glyphosat-Einsatz in der Landwirtschaft ab dem kommenden Jahr deutlich einschränken. Damit macht das Agrarministerium in Prag von der Möglichkeit nationaler Verbote/Beschränkungen bei der Verwendung des höchst umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Gebrauch, nachdem die EU-Kommission vor knapp einem Jahr die Glyphosat-Zulassung noch bis 2022 verlängert hatte. Warum wir diese Randnotiz dennoch erwähnen? Weil es für Bayer in dieser Woche um einiges geht:

Evotec – So einfach ist das nicht!

Nachdem unsere bislang letzte Evotec-Analyse auch schon wieder drei Wochen zurückliegt, wird es höchste Zeit für ein Update auf das Biotechunternehmen mit Sitz in Hamburg. Wobei – und um das gleich vorweg zu nehmen – Sie in der Zwischenzeit nichts verpasst haben. Seit dem Ausbruch über das alte 2017er-Top Ende August reichte es zwar noch für einen Ausflug auf ein neues Jahreshoch bei 23,36 Euro Anfang September, im Anschluss ging der Aktie jedoch so ein bisschen die Puste aus, und die Kurse schieben sich seither an der 22-Euro-Marke seitwärts. Hmmm…und was heißt das jetzt, ganz konkret?

E.ON – Return wie er im Buche steht

Mit einem aktuellen Plus von 1,5% setzt E.ON die kurzfristige Aufwärtsbewegung fort und schafft damit die Umkehr von den Kursverlusten der letzten Woche. Wenn die Gewinne heute Abend über die Ziellinie gerettet werden können, sieht es gut für eine Erholung aus. Allerdings dürfte die etwas wacklig ausfallen, da die Aktie auch in den letzten Monaten immer wieder mal stark schwankte.

Infineon – Der Druck nimmt zu

Ein Jahr komplett ausradiert. Das bedeuten die heutigen Kursverluste von Infineon. Mit 1,68% Abschlag auf 19,830 Euro fällt die Aktie nicht nur unter 20 Euro. Langfristig könnten jetzt die Schleusen für weitere, massive Abgaben aufgegangen sein. Die Unterstützungen, die das verhindern könnten, sind noch weit entfernt, auch wenn erste Unterstützungen recht nah erscheinen.

Deutsche Bank – Neue Ziele

Um es gleich vorweg zu sagen – es gab schon mal bessere Zeiten, bei der Deutschen Bank. Im Mai 2007 beispielsweise, da notierte die Aktie bei 92,05 Euro, Allzeithoch. Das ist mittlerweile A verdammt lange her und B meilenweit entfernt. Am 27. Juni 2018 standen 8,755 Euro auf der Anzeigetafel, Allzeittief. Macht rund 90,5% Verlust. Und die Ziele sind deutlich kleiner geworden:

Bayer – Weiter abwärts!

Zum Wochenauftakt verliert die Aktie von Bayer wieder deutlich. Zwischenzeitlich standen Notierungen von 72,76 Euro als Preis für einen Anteilsschein von Bayer auf den Kurstafeln. Nach den deutlichen Verlusten der letzten Wochen setzt sich nun die Talfahrt einfach fort. Ein Ende ist nicht in Sicht und mittelfristig könnte es noch ganz bitter werden:

Lufthansa - das war es dann jetzt, oder?

Seit Jahresbeginn kennt die Aktie von Lufthansa fast nur den Weg nach unten. Das Juli-Tief um 20 Euro stellte sich zwar als übertrieben heraus und führte zu einer kleinen Gegenbewegung. Doch in der jüngeren Vergangenheit machte sich der Kurs erneut gen Süden auf. Ist damit die kurzfristige Erholung schon vorüber oder setzt sie sich bald wieder fort? Die aktuellen Gewinne von einem halben Prozent auf 22,60 Euro bescheren Lufthansa jedenfalls eine Platzierung unter den Top-5-Gewinnern des Tages.

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